„CHIPPERFIELD“ ARCHITEKTUR

“Wir bauen, um uns vor der Natur zu schützen. Unsere Häuser gleichen die Elemente der Natur aus, indem sie uns vor Regen schützen, uns warm halten oder uns kühlen. Sobald wir diese Umgebung verwirklicht haben, setzen wir uns dafür ein, jene Elemente, vor denen wir Schutz gesucht haben, auf kontrollierte Weise zu integrieren. Denn es sind jene Elemente, die einen großen Wert in unserem Leben haben: ein warmer Lichtstrahl, ein sanfter Wind, der Blick in die Landschaft.“
David Chipperfield, aus “Theoretical Practice” London 1994, Seite 51

Ausgebildet wurde Chipperfield bei Richard Rogers und Norman Foster. Seit 1984 ist er selbständig. Er unterhält heute Büros in London, Berlin und Mailand, sowie eine Repräsentanz in Shanghai.

Chipperfield war der einzige britische Architekt, der in die engere Wahl kam, den Auftrag zum Entwurf des Museums Tate Modern in London zu erhalten. Er entwarf das Figge Art Museum in Davenport und das preisgekrönte River and Rowing Museum in Henley-on-Thames mit grüner Eichen-Fassade, Beton und Glas. Viele seiner Gebäude stehen allerdings im Ausland, insbesondere in Japan und Deutschland.

In Marbach am Neckar hat er im Januar 2006 das von ihm entworfene Literaturmuseum der Moderne als Bestandteil des Deutschen Literatur-archivs Marbach übergeben. 2007 wurde er dafür mit dem Stirling-Preis ausgezeichnet.

2007 erhielt er den Zuschlag zur Realisierung seines preisgekrönten Entwurfs für den Neubau des Museum Folkwang in Essen.

Er ist Gastprofessor am London College of the Arts, Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und hat den Mies van der Rohe-Lehrstuhl an der Escola Tècnica Superior ‘Arquitectura in Barcelona.